Karl Arno Pfeiff PINDAR Übertragung, Einführung und Erläuterungen |
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EUR 40,30 ISBN 978-3-86057-182-8 Reihe: Ad Fontes |
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Die antike Stilkritik, sie sich freilich erst erheblich nach Pindars
Lebenszeit entwickelte, ordnete seine Dichtung in die Kategorie des herben oder
strengen Stils ein (austera harmonia). Die Moderne übernahm dies,
besonders seit Norbert von Hellingrath gegen 1910 die späten Übersetzungen
Hölderlins von Pindar in ihrer Eigenart erst erkannte und würdigte. Wenn diese
Wertung von Pindars Stil auch durchaus ihre Berechtigung hat, erfaßt sie doch
nicht das Ganze seiner dichterischen Leistung, zumal sein Werk als weitgehend
archaisch eingestuft wurde. Pindar selbst hätte dieses Urteil kaum verstanden,
da er sich besonders als Prophet der Musen und Chariten ansah und immer wieder
bekannte, daß sich das Liebliche und Beglückende seiner Dichtung deren
Inspiration verdankt. Diese Übersetzung versucht, gerade dieser Eigenart mehr
Gewicht zu geben und deutlich zu machen, daß die "Strenge" seines Stils
weitgehend nicht auf dem Archaischen beruht, sondern wie der in seiner Zeit
sogenannte "strenge Stil" der bildenden Kunst wesentlich ein Phänomen der
Frühklassik ist. Schon Pindars scharfe Kritik an manchmal naiv-menschlichen
Mythen der Archaik - z.B. des Pelposmythos - zeigt, daß er einer
höheren und reiferen Göttervorstellung verpflichtet ist.
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