Gerhard Stilz (Hrsg.)
Gold - Geld - Geltung
Ressourcen und Ziele der australischen Gesellschaft

Band 1, 1997, 228 Seiten
EUR 35,-
ISBN 3-86057-750-6
Reihe: KOALAS


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Der Band vereint die Beiträge zum Tübinger Australien-Symposium vom 3.–6. Oktober 1996. Er leuchtet am Beispiel Australiens den weltweit verstärkt spürbaren und vielenorts problematisch gewordenen Zusammenhang von materiellen Ressourcen und kulturellem Selbstverständnis aus. Es geht also aus interdisziplinär konvergierenden Perspektiven um das Verhältnis von Geld und kultureller Wertsetzung, und zwar an dem historisch, geographisch und ökonomisch konkret umreißbaren Exempel einer "Neuen Welt", in der heutzutage die auch in Europa virulenten Entwicklungen nicht mehr in kolonialer Abhängigkeit nachgeahmt, sondern, den USA vergleichbar, schneller und unbekümmerter erprobt und akzeptiert oder auch verworfen werden. Dabei stellen sich unter anderem folgende Fragen: Auf welchen natürlichen Ressourcen gründen Reichtum, Wohlstand und materielle Prosperität in Australien? Inwiefern knüpfen die heutige wirtschaftliche Entwicklung, die gesellschaftlichen Werte und die kulturellen Ziele in Australien an die Zeiten an, da der Fünfte Kontinent die Goldgrube des Empire und die Prägestätte der Guinea waren? Wie wurden und werden diese Verhältnisse reflektiert und mitgestaltet in Literatur und Kunst?


Inhalt:
Gerhard Stilz (Tübingen): "Gold - Geld - Geltung: Vorbemerkungen zu einer fragwürdigen Sequenz", Burkhard Hofmeister (Berlin): "Australische Goldbergbaustädte – einst und jetzt", Boris Braun (Bonn): "‘Sustainable development’ – ein realistisches Leitbild für Australien?", Erika Wagner (Weitersborn): "Westaustralien: Natur und Wirtschaft – eine Skizze", Reinhold Grotz (Bonn): "Der Einfluß der Deregulierung auf das Filialnetz australischer Banken", Frank Di Marco (Stuttgart): "‘Buy Australia/n!’: Der Markenauftritt Forster’s in Deutschland", Norbert Platz (Trier): "Geld und Bildung: Zum Strukturwandel der australischen Universitäten seit 1987/88", Bernhard Lüthi (Düsseldorf): "Australien – Synonym für die Diskussion zwischen ‘Authentizität’ und Zeitgenossenschaft", Volker Raddatz (Berlin): "Verstehen und Mißverstehen: Aborigines und Weiße im Spannungsfeld von materiellen und ideellen Besitzständen", Gisela Triesch (Wiesbaden): "Gold – Geld – Geltung in Xavier Herberts Capricornia", Susanne Braun-Bau (Bonn): "Umweltzerstörung als Konsequenz materieller Selbstverwirklichung in zeitgenössischen australischen Romanen", Marion Spies (Wuppertal): "Kritik am materialistischen Lebensethos in australischen Kurzgeschichten über die Depression", Matthias Morgenroth (Münster): "Wahnsinn und Destruktion: Der Ausbruch des australischen Goldrauschs als Thema der deutschen Literatur", Andrew D. McCredie (Adelaide): "Das australische Musikleben: Probleme des Patronats und Lösungsversuche", Adi Wimmer (Klagenfurt): "Träume von welchem Reichtum? Legitimationszwänge der australischen Filmindustrie".

Pressestimmen:
"Diese beiden letzten Beiträge machen noch einmal deutlich, mit welch scheinbarer Selbstverständlichkeit in diesem Band [...] die Grenzen von Fachdisziplinen und Fakultäten mit Blick auf einen verbindenden Gegenstand hin überschritten werden. Gerade auch vor dem Hintergrund der anhaltenden Debatte um das Verhältnis von anglistischer Literaturwissenschaft und Cultural Studies, bzw. um das Wesen einer zukünftigen Anglistik, darf man darauf gespannt sein, wie dieser programmatische, interdisziplinäre Zug in den kommenden Bänden der Reihe "KOALAS" verwirklicht werden wird. [...]"
Helge Nowak in: Anglistik Heft 2/ September 2001


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